Montag, 31. Oktober 2011

1. Klasse: erste Klasse?

Für den normalen, bodenständigen Zugreisenden ist sie schlichtweg mühsam: Die erste Klasse der SBB. Während die Zweitklasse-Wagen ständig überfüllt sind und regelmässig zu wenige Sitzplätze für alle aufweisen, sind die Erstklasse-Wagen im selben Zug oft gähnend leer. Trotzdem darf man sich nicht in die erste Klasse setzen. Es ist ja in Stosszeiten nicht einmal erlaubt, sich auf der Suche nach ein ganz wenig mehr Platz in den Eingangsbereich der ersten Klasse zu stellen! Um zu verstehen, wieso die erste Klasse eben dennoch eine Daseinsberechtigung hat, muss man aber noch etwas mehr kennen als dieses „Klischee- Wissen“. Höchste Zeit also, euch dieses nervige Mysterium „Erste Klasse“ mal etwas genauer vorzustellen.

Als erstes fällt mir als „Neu- Erstklässler“ auf, dass ich mich zum ersten Mal in meinem Leben auf der Anzeige am Gleis nicht nur versichere, in den richtigen Zug einzusteigen, sondern dass ich auch die Angaben zur Zugskomposition beachte. Da es bedeutend weniger Erstklasse- Wagen gibt als andere ist es wichtig, schon vor der Einfahrt zu wissen, wo man stehen muss. Die Erfahrung zeigt: Erstklasse- Wagen gibt es nahezu immer an der Zugspitze und ganz hinten. Je nach Länge der Komposition auch noch vereinzelt in der Mitte. Weiter muss man wissen, dass es, je nach Alter des Wagens, ganz verschiedene Ausführungen gibt. Gewisse Funktionen sind aber in allen Typen dieselben und sind es wert, einmal kritisch bewertet zu werden:

  •  In der ersten Klasse sind die Sitze immer verstellbar. Das heisst man kann den Sitzwinkel etwas verstellen, so dass man gemütlicher reisen kann. Entweder hat es dafür einen kleinen Hebel unterhalb oder seitlich des Sitzes oder man übt mit dem Hintern einfach etwas Druck nach vorne aus, der Rest geschieht dann von selbst.
    Fazit:
    Für längere Reisen ist diese Funktion bestimmt hilfreich, da man effektiv bequemer sitzt. Für eine kurze Pendlerfahrt nach Zürich hingegen kann man gut darauf verzichten.
  • Weiter sind die Wagen der ersten Klasse einiges geräumiger. Dieser zusätzliche Platz wird damit erreicht, dass nicht beide Seiten mit Vierer-Abteilen ausgestattet sind, sondern eine Vierer und eine Zweier Kombination vorhanden ist. So wirkt die ganze Atmosphäre etwas lockerer und ungezwungener.
    Fazit: Chabis! Ist zwar angenehm aber alles andere als notwendig.
  • Die Sitze in der ersten Klasse sind etwas komfortabler. Wie stark dieser Unterschied ist, kommt aber ziemlich auf den Wagen- Typ drauf an. Zum Beispiel gibt es den bekannten, blauen Doppelstock- Zug der SBB. Wer dort in die erste Klasse marschiert, der erkennt keinen grossen Unterschied zur zweiten Klasse. Die Sitze sind nahezu identisch. Wer aber in den modernen ICN, denjenigen mit den komischen Sprüchen an den Innenwänden, steigt, der wird sofort merken, wie bequem der Sitz eigentlich ist. Da sitzt man auf herrlich gepolsterten Ledersitzen mit einem kleinen Kissen am Kopf.
    Fazit: Auch hier gilt: Für längere Fahrten sicherlich hilfreich, der normale Pendler könnte wohl aber auch auf diesen Komfort verzichten.
  • Steckdosen! Ob du’s glaubst oder nicht, die Steckdose ist wohl mit der wichtigste Grund, wieso ein Mensch ein Erste-Klasse-Ticket kauft. Der Laptop ist nämlich ständiger Begleiter in der Ersten und eine Steckdose somit wahnsinnig hilfreich. Je nach Wagen- Typ gibt es zwei Steckdosen an der Seite unter dem Abfallkübel, hinten oben wo der Jackenhaken hängt oder in ganz modernen Zügen auch in der Armlehne. Wer ganz viel Pech hat erwischt einen alten Wagen, in dem es noch keine Steckdosen gibt. Dies ist dann natürlich äusserst nervig.
    Fazit: DAS absolute Plus der ersten Klasse, sehr hilfreich und, wenn einmal gehabt, nicht mehr wegzudenken.
  •  Die Erste ist ruhiger als die Zweite. Neben der Steckdose ist dies der Wichtigste Unterschied. Kein Kindergeschrei, kein Gelächter (meistens) und keine überlauten Musikplayer. Wer arbeiten will, und das wollen die meisten in der Ersten, der ist auf Ruhe angewiesen.
    Fazit: Sehr angenehm und hilft wirklich, wenn man lernen oder arbeiten möchte. In der zweiten Klasse wäre dies so nicht möglich.
  • Die Elvetino- Minibar kommt einiges öfter vorbei.
    Fazit: Naja, wenn man Kaffeetrinker ist vielleicht hilfreich, aber ansonsten eher unnötig?!
Dies sind wohl die gravierendsten Unterschiede zwischen den Klassen. Einige also effektiv sehr hilfreich und andere eher Pille Palle. 

Wichtigste Erkenntnis aber ist: Wer erste Klasse fährt nicht weil er sich dazu berufen oder sich einer besseren Schicht angehörig fühlt sondern weil er die Zeit im Zug effektiver nutzen möchte, lernen möchte oder gewisse Arbeiten erledigen muss, der ist dort gut aufgehoben und profitiert von der ruhigeren und angenehmeren Atmosphäre. Wer sich hingegen dem Luxus hingegeben hat und unter „Erste Klasse“ technischen Schnick- Schnack erwartet, der wird enttäuscht sein.

Freitag, 28. Oktober 2011

Und weiter dreht das Däumelein

Zu schön, wäre es wohl gewesen! Leider gehe ich in der hartumkämpften ersten Runde um das neue iPhone 4s leer aus.

Praktisch im Minutentakt hatte ich in den vergangenen Stunden meinen Bestellstatus online geprüft und trotzdem wollte sich einfach nichts daran ändern. Die Angabe immer noch dieselbe: Liefertermin zwischen 26. Oktober und 1. November. Und dies, obwohl ich doch so schnell war! Nicht schnell genug.

Es brauchte dann schon Donnerstagabend zu werden, bis ich, endlich, eine Veränderung meines Bestellstatus feststellen konnte: Zwar blieb die Angabe zum Liefertermin dieselbe, aber der Balken, der den Fortschritt der Bestellung anzeigt, war um einige Zentimeter bis kurz vor das Anzeigenende geklettert. Wow! Vielleicht doch schon morgen?

Kurz vor neun Uhr heute Morgen dann die Ernüchterung:

Ausschnitt aus meinem Bestellstatus (Quelle: www.swisscom.ch)








In ein paar Tagen?! Geht's noch?!

Aber wisst ihr, so schnell gebe ich nicht auf! Technische Fehler passieren immer mal wieder und so stieg ich voller Hoffnung in den Zug in Richtung Bubendorf. Ich sah mich bereits die Türe aufschliessen, in die Küche rennen und diese edle, weisse Verpackung auf dem Tisch auszupacken.

Jetzt sitze ich hier und anstatt Siri meine Freudensworte zu diktieren, poste ich in mein Blog.

"Siri, warum tust du mir das an?"
Siri: "Keine Angst mein Lieber, ich bin auf dem Weg zu dir!"

Donnerstag, 27. Oktober 2011

*Däumleindrehen*

Bald sei es möglich, das neue iPhone 4s im Online- Shop vorzubestellen. Dies teilte die Swisscom nach der Apple- Präsentation vom 12. Oktober mit. Wer sich im Newsletter einträgt, erhält sofort eine Meldung wenns soweit ist, hiess es weiter.

Ziemlich genau eine Woche vor dem offiziellen Verkaufsstart habe ich nun letzten Donnerstag dieses ominöse Mail erhalten, endlich! "Sie können das iPhone 4s ab JETZT online vorbestellen. First come, first serve." Um 9:30 Uhr hatte ich das Mail im Postfach, um 10:00 Uhr die Bestellung abgesendet. Doch ist man eine halbe Stunde nach Verkaufsstart noch "First come"?

Alles deutet darauf hin, dass dem nicht so ist.

Obwohl ich zwar mittlerweile ein weiteres Mail von der Swisscom erhalten habe, welches mich darauf hinweist, dass ich meinen Bestellstatus jederzeit Online abrufen könne, scheint mir das Ganze etwas unklar. Klicke ich nämlich auf den angehängten Link um meinen Bestellstatus zu überprüfen, ist dort ein Liefertermin von "26. Oktober - 1. November" angegeben. Ein kleiner Hinweis erklärt weiter, dass, falls man  keine Lieferbestätigung per Mail oder SMS erhalten hätte, das Gerät wohl noch nicht eingetroffen sei.

Mir zum Beispiel hat die Swisscom sowohl per Mail wie auch per SMS mitgeteilt, dass sie sich für meine Bestellung bedanken und mein Status online abrufbar sei. Doch gilt dies jetzt als Lieferbestätigung oder nicht? Und wird eine Lieferbestätigung nicht erst nach der Lieferung versendet? Und wieso 26. Oktober - 1. November wenn der offizielle Verkaufsstart erst auf 28. Oktober angesetzt ist?

Fazit: Schön, dass die Swisscom auf den iPhone Hype aufspringt und aus dem Verkaufsstart ein spezielles Ereignis macht, aber: Ob ich mein iPhone nun tatsächlich morgen im Briefkasten habe, ich weiss es mit den Swisscom- Infos genau so wenig wie ohne.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Herzlich Willkommen in unserer Welt!

Unsere Welt? Du glaubst mir nicht? Oh, und ob das unsere Welt ist!
Zwar schreibe Ich hier über meine kleine, bescheidene Welt die sich in meinem Kopf befindet, aber da du jetzt da bist, bist du auch ein Teil meiner Welt. Also demzufolge unserer Welt!

Das Blog befindet sich momentan noch im Aufbau, aber ich werde mich bemühen, so oft wie möglich einen Einblick in meine (oder wenn du da bist unsere) Welt zu geben.